VintageFreitag

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Nachtrag zu letzter Woche: 

Ich war auf dem RockabillyRave in England und im totalen Shopping-Musik-Feierfieber, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Das Ganze ist ein in sich geschlossenes Universum, mit eigenem Fernsehkanal, Verhaltens- und Umgangsregeln. Ein Ort an dem die totale Suchtbefriedrigung zelebriert wird. Ähnlich wie man sich einen Aufhalt in der Betty Ford Klink vorstellen darf, nur anders herum – positiv bewertet. Übrigens jede Art von Sucht: Kaufexzesse, Profilierungssucht und Hedonismus, Musikrausch und über den allgemeinen Alkoholkonsum möchte ich gar nichts erwähnen. Nur soviel: in den Morgenstunden sieht das Festivalgelände, wie nach einer Silvesterfeier am Roten Platz aus. 

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Die vier Vintageschätze (okay, die Schuhe sind Reproduktion von Rockets Originals) sind es dann geworden. 

Die rote, sowie die rosa Tasche und die Schuhe standen auf dem Must Have Einkaufszettel. Die braune Tasche war dann Liebe und ich kam nicht daran vorbei. 

Trotz 10 Stunden Hin- und 12 Stunden Rückfahrt: 94 Stunden eine andere Welt. 

Eine schöne Welt. Ich kanns nur jeden Empfehlen.

Sonne

Konzerte

Lebensqualität 

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Altes Zeug in Mailand gefunden… z.B. die offensichtlich genderabhängige Einstellung zum Verhüllen im Dom. 

Ja, wenn man in Kirchen geht, sollte man das nicht im Bikini tun, aber etwas seltsam finde ich die doppelmoralische Auffassung schon. 

Die Herren der Schöpfung laufen mit kurzen Hosen, Klettverschlussfestgezurrten Peeptoe-Wandersandaletten, TShirts mit fast schon obszönen PinUp Motiven oder grenzwertigen Sprüchen ein. 

Die Damen dürfen sich ein züchtiges Bedeck-Cape im unschuldigen 100-Mark-Schein-blau zu legen, übrigens – Modestadt Milano lässt sich nicht lumpen – mit Gürtelchen, um es wahlweise um ihre Hüften oder Schultern zu winden. 

Trotz meiner sorgfältigen Auswahl an Kleidung an diesem Tag, fiel auch ich – vorallem mein imposanter Rückenausschnitt – dem Türsteher zum Opfer. Ohne Jacke – keine Absolution. Weil wir aber schon 1 Stunde für die Karten angestanden sind, sind wir dann erstmal auf den Dom. 

Auf dem Dom wars aber auch ganz schön – hier: ich noch ganz züchtig kurz vorm Wet-Weihwasser-Contest.


Im Dom dann vor allem: viel los.


Nach Rom kickt mich ja nix mehr an überdimensionaler Angeberei in Kirchen, da schmunzel ich nur milde. Nice Try, Duomo! 

Damit ich aber doch noch versöhnt Richtung „wildestes Moscow Mule“ Feierabend- Experiment starten konnte, haben wir noch zwei kleine Kirchen besucht. 

Genau so mag ich das: klein und hysterisch, wenn dich das magische Wunschdenken schon beim Betreten der Kirche schier umhaut. 

Basilica di Santo Stefano – hab mich im Heilgenrausch dazu hinreißen lassen eine Kerze zu entzünden. 



Und natürlich Chiesa di San Bernadino alle Ossa 


Beschwingt und voller neuer Eindrücke haben wir am Abend die vermutlich schönste Bar der Welt gefunden. Zu alkoholischen Getränken wird in Italien selbst in der kleinsten Kaschemme pflichtschuldig Essen gereicht. Das können mal Chips sein, mal Oliven oder aber auch ganz aufwendige Antipasti. Stuzzichini eben und ich finde das Wort spricht für sich. 

In Mom Cafe – Viale Monte Nero 51 – falls da mal einer hin muss, um den Eintrag auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen, gibt’s ein riesiges wirklich aufwendiges und liebevoll arrangiertes Buffet, an dem sich alle kostenfrei bedienen können. Beeindruckend ist, dass es niemand mit der Völlerei übertreibt. Die Leute kommen nach ihrem Tagewerk zusammen, Trinken, Essen, Reden und verschwinden wieder. Ein reges Kommen und Gehen und vermutlich leider nicht analog in Deutschland umsetzbar ohne entsprechende Freibierg’sichter.

Der Besitzer hat wirklich einen zufriedenen und entspannten Eindruck gemacht, außerdem hatte er genügend Zeit einen ziemlich abgedrehten MoscowMule zu kreieren. 

Wodka, Ginger Beer, Eis, Limetten, Gurke, Ingwerscheibe, Chillischote. 

Durchaus empfehlenswert, also ganz Mailand.  Aber vergesst euer Anstandsjäckchen nicht. 

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Bin gerade beim Hundesitting bei Mama. Läuft bei Hundchen und mir – könnte an den getrockneten Hähnchenmägen liegen.

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Mit ungewöhnlich viel Zeit hab ich fasziniert die „schöner wohnen“ durchgeschöckert. Was da so drin steht – kann man machen, oder halt mehr Baustelle, wie bei mir gerade.

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Total inspiriert hab ich gleich mal Mamas Haus auf den Kopf gestellt und das gute alte Friesen-Geschirr mit tollen Gartenblumen ausgestattet.

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Und geht auch in pink und grün mit böhmischen Schönheiten der 60er und 70er, Mamas Häkeldeckchen, Kristallglastortenboden und meinen Lieblingsmagnolien.

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In meiner Welt gehört das gute Geschirr auf den Tisch und nicht in den Schrank. Aber ich tu mich da au h leicht – in meinem Haushalts gibt’s nämlich kein gutes Porzellan.

In diesem Sinne packt den Osterzopf auf die feinen Teller und genießt die freien Tage.

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Urlaubsgefühle zu Hause

Sommer ist ja meine Jahreszeit.

Warm gibts nicht – das heißt einfach nur „Sommer“ und ich erwarte es vom Selbigen.

Schick dazu geht eigentlich immer Hawaii Look – das mag ich total gerne.

Foto 2gut zu sehen hier: mit Pep Torres

Deswegen ja auch der ganze Tikischmuck usw…

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Die Tikitaschen

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Flachfrauen

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Kosmetiktaschen

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und Blumengedöns…

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Mein ganzes Jahr könnte aus dem Lebensgefühl bestehen.

 

Ich mag gerade diese überdreht exotischen Phantasien der 50er und 60er Jahre. Hawaii gerade erst als 50. Bundesstaat entdeckt und somit ein erreichbares Ziel für die zivilisierte Welt.

Was für „uns“ Bella Italia war, galt für Hawaii und den Amerikaner.

Überspannte Vorstellungen zauberten die wildesten Kreationen:

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Ausgefallene Drinks aus ausgefallenen Tiki Mugs und gaaaaaanz exotische Blumenkränze.

Hauptsache Bambus und irgendwas mit Bar. Und eigentlich auch gut so, da kommt garantiert Urlaubsstimmung auf.

Sicherlich mehr als bei Mettigel und Kölsch, kurz vorm Blumenkohl gießen im heimischen Kleingarten.

Apropos … ich werd mich dann mal ans Urlaub buchen machen – natürlich Italien. Mit Hawaiikleider und Blumen im Gepäck – warum? Weils einfach geht.

 

 

 

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An dieser Stelle darf sich ab sofort ein gutes Stück präsentieren.

 

Vielleicht hat es eine kleine Geschichte?

 

Die darf es dann auch erzählen.

 

Natürlich freu ich mich auf deinen Beitrag.

 

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An dieser Stelle möchte ich die „neue“ Kühlbox herzlich willkommen heißen.

DSC00044 DSC00045Das gute Stück hat noch keine mir bekannte Geschichte, ich hab sie erst vor zwei Wochen erworben.

Aber sie lässt mich an den Sommer denken. Sie lässt mich schwärmen für laue Nächte im Biergarten, für tolle Festivals an neuen und bekannten Orten, für freulein´sche Auswärtsspiele, für Schwimmbad und See, für Radausflüge und Urlaub.

 

 

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