Vintage

Wider dem Montagsblues

5 Dinge, die dem Montag den Schrecken nehmen. Bist eingeladen mitzumachen. 

1. Als Kind bin ich in einer Siedlung aufgewachsen, in der zweimal im Jahr der Sperrmüll abgeholt wurde. Das waren immer zwei ganz besondere Tage, denen ein Zauber inne wohnte. Wir Nachbarskinder sind dann herum gelaufen und haben gestöbert, was es so gibt. Nach Hause nehmen durfte ich nichts, man wollte ja Müll los werden und nicht den der Nachbarn horten. Einmal hab ich eine ganze Kiste 70er Jahre Barbie Klamotten gefunden, die hab ich dann mit meiner Freundin Mareike ganz feierlich geteilt, im Waschbecken liebevoll gewaschen, getrocknet und gut im Barbieschrank verstaut. Heute darf ich alles mitnehmen, was mein Herz begehrt, es gibt aber keinen angekündigten Sperrmüll in der Stadt und die Leute stellen nichts mehr zauberbehaftetes auf die Straße. Nur die Exfrau von Hans, die hat mir einen Gefallen getan und weiß es gar nicht, dass ich jetzt einen Nachbarsschatz beherberge. 


2. Blumen vom Schwiegertigers Garten geplündert und aufgestellt. In diesem Zusammenhang heimlich über den Planzennamen „Mutterkraut“ geschmunzelt. 


3. Brückentag ist Zeit für Quatsch. 

a) Bill und Scarlett in Lost in Translation 

b) Gilde Revival – weil das neue Spiel  (endlich nach 10 Jahren) erst Mitte Oktober kommt – ihr seht mich dann vielleicht Wochen nicht mehr. 

Ja, Bombengrafik – für 2007! 

4. Back to Blue – Jeans Farbe von Dylon probiert. Einwandfrei. Funktioniert. Rock und Hose gleichzeitig gefärbt. Bin sehr zufrieden. Offensichtlich versteht Dylon meinen Jeansfarbewunsch exakt so gut, wie meine Frisörin den Wusnch nach Targaryen-Malfoy-Blond verarbeiten kann. 


5. Lieblingskochapp befragt – Kptn Cook weiß halt Bescheid. 

Gnocchiauflauf – so läufts: 

 

Scharlotten, Knoblauch und Tomatenmark in Öl anbraten. Gewürze, Tomaten, Gnocchi, passierte Tomaten, Sahne dazu. Alles in eine Auflaufform packen mit Mozzarella bedecken und bei 150 Grad für 20 Minuten in den Ofen. Basilikum drauf und servieren.

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VintageFreitag

Es ist ja ohnehin kein Geheimnis, also bringen wir es auf den Punkt: ich hab einen Handtaschenfetisch. 

Besonders angetan haben es mir Korbtaschen der 50er und 60er Jahre. 

Sie füllen Regale und dürfen regelmäßig an die Luft – wirklich jede. Ich verteile meine Liebe gerecht. 

Hin und wieder braucht eine aber ganz spezielle Aufmerksamkeit und Pflege und um die soll es heute gehen.

Ich hab sie vor ca. zwei Jahren ersteigert und ihr Zustand könnte als gut, aber mit Makel im Detail beschrieben werden. Bisher hat die mir treue Dienste geleistet bei Besuchen im Bad oder am Strand.

Sie hält was aus und ist geräumig, jedoch leiden ihre Garnverzierungen – und das ist, was sie eigentlich so einzigartig ausmacht – unter den Jahren. Wolle hält halt nicht zwangsläufig 50 Jahre. 

Der gesamte Austausch hat insgesamt 5 Stunden gedauert und war den Aufwand wirklich wert. 

Zustand vorher:



Material und Vorgang:


Merinowolle in dunkelblau und petrol, Schere, Nadel, später kam noch eine Pinzette hinzu.


Und dann Faden für Faden ersetzen. 

Ergebnis: zauberhaft 




Ja, so bekommt man auch seinen Tag rum, wenn man viel Liebe zu geben hat. 

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Baby is back

Und damit meine ich nicht mich, sondern Lutz, den Opel, der letztes Jahr so schwer am Heck verwundet wurde und die volle Aufmerksamkeit eines – wie sagt man fränkisch so schön –  „Blechbatschers“ brauchte. 

Jetzt fahren wir wieder. Ich ihn oder er mich, so genau hab ich über unsere Beziehung noch nicht nachgedacht. 

Wir sind schon wieder seit über 3 Wochen unterwegs und es hat sich etwas verändert. Unsere Beziehung ist reifer geworden, ausgewogen, verlässlicher. 

Kein Gezicke mehr beim Anlassen, kein kilometerweites vorausschauendes Fahren Dank utopisch weiter Bremswege, weil er die Gefahr liebt. Er ist solide geworden, treuer, vielleicht auch etwas dankbarer. 

Und ich habs ihm auf meine Weise gedankt und ihn sehr ordentlich geputzt, gut zugeredet, am Heck gestreichelt, er hat einen neuen Werkzeugkoffer bekommen,… 

und jetzt freu ich mich auf den Sommer mit ihm. 

Was natürlich auch zu einem ordentlichen VintageFreitag gehört, sind die neuen Errungenschaften, diesmal in Form eines Geschenks. 

Danke an dieser Stelle dem Gönner dieser – im wahrsten Sinne des Wortes – fabelhaften Soundsysteme. 

 

Sollte ich es jemals schaffen sie wieder zum Laufen zu bringen, versprechen sie jedenfalls überraschende Momente (spannend hier das Tonband:Schmarrn) und melodiöse und überaus passende Neuerfahrung (Platte: Fräulein, darf ich bitten).


Ja, Baby is back!

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VintageFreitag – Willkommen zuhause

VintageFreitagAn dieser Stelle darf ich euch ein altes Stück präsentieren – heute:

Die Vitrine

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Super tolles Schnäppchen gemacht. Eigentlich warte ich schon ganz lang auf eine deiner Sorte in dunkelbraun, aber an dir konnte ich nicht vorbei laufen, geschweige denn dich stehen lassen. Du bist bestimmt Mitte der 60er auf die Welt gekommen und hast schon einiges gesehen. Du bist gut in Schuss, aber deine Gebrauchsspuren mag ich auch – wirklich. Aber zugegeben – eine Politur tat dir schon gut.

Interessant wäre, was du schon alles beherbergt hast. Dokumente, Fotoalben, Festtagesgeschirr – Schnaps?

IMG_0754Zumindest hast du eine wunderschöne Spiegelbar in dir.

Ein großer Dank an dieser Stelle an die beiden Trage – Goliaths. Ohne Euch wäre Sie nie bei uns eingezogen.

 

Schönen Freitag,

Euer Freulein

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