Italien

VintageFreitag

Altes Zeug in Mailand gefunden… z.B. die offensichtlich genderabhängige Einstellung zum Verhüllen im Dom. 

Ja, wenn man in Kirchen geht, sollte man das nicht im Bikini tun, aber etwas seltsam finde ich die doppelmoralische Auffassung schon. 

Die Herren der Schöpfung laufen mit kurzen Hosen, Klettverschlussfestgezurrten Peeptoe-Wandersandaletten, TShirts mit fast schon obszönen PinUp Motiven oder grenzwertigen Sprüchen ein. 

Die Damen dürfen sich ein züchtiges Bedeck-Cape im unschuldigen 100-Mark-Schein-blau zu legen, übrigens – Modestadt Milano lässt sich nicht lumpen – mit Gürtelchen, um es wahlweise um ihre Hüften oder Schultern zu winden. 

Trotz meiner sorgfältigen Auswahl an Kleidung an diesem Tag, fiel auch ich – vorallem mein imposanter Rückenausschnitt – dem Türsteher zum Opfer. Ohne Jacke – keine Absolution. Weil wir aber schon 1 Stunde für die Karten angestanden sind, sind wir dann erstmal auf den Dom. 

Auf dem Dom wars aber auch ganz schön – hier: ich noch ganz züchtig kurz vorm Wet-Weihwasser-Contest.


Im Dom dann vor allem: viel los.


Nach Rom kickt mich ja nix mehr an überdimensionaler Angeberei in Kirchen, da schmunzel ich nur milde. Nice Try, Duomo! 

Damit ich aber doch noch versöhnt Richtung „wildestes Moscow Mule“ Feierabend- Experiment starten konnte, haben wir noch zwei kleine Kirchen besucht. 

Genau so mag ich das: klein und hysterisch, wenn dich das magische Wunschdenken schon beim Betreten der Kirche schier umhaut. 

Basilica di Santo Stefano – hab mich im Heilgenrausch dazu hinreißen lassen eine Kerze zu entzünden. 



Und natürlich Chiesa di San Bernadino alle Ossa 


Beschwingt und voller neuer Eindrücke haben wir am Abend die vermutlich schönste Bar der Welt gefunden. Zu alkoholischen Getränken wird in Italien selbst in der kleinsten Kaschemme pflichtschuldig Essen gereicht. Das können mal Chips sein, mal Oliven oder aber auch ganz aufwendige Antipasti. Stuzzichini eben und ich finde das Wort spricht für sich. 

In Mom Cafe – Viale Monte Nero 51 – falls da mal einer hin muss, um den Eintrag auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen, gibt’s ein riesiges wirklich aufwendiges und liebevoll arrangiertes Buffet, an dem sich alle kostenfrei bedienen können. Beeindruckend ist, dass es niemand mit der Völlerei übertreibt. Die Leute kommen nach ihrem Tagewerk zusammen, Trinken, Essen, Reden und verschwinden wieder. Ein reges Kommen und Gehen und vermutlich leider nicht analog in Deutschland umsetzbar ohne entsprechende Freibierg’sichter.

Der Besitzer hat wirklich einen zufriedenen und entspannten Eindruck gemacht, außerdem hatte er genügend Zeit einen ziemlich abgedrehten MoscowMule zu kreieren. 

Wodka, Ginger Beer, Eis, Limetten, Gurke, Ingwerscheibe, Chillischote. 

Durchaus empfehlenswert, also ganz Mailand.  Aber vergesst euer Anstandsjäckchen nicht. 

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Mailand oder Madrid…Hauptsache Italien

Dankenswerterweise hat uns Lothar zwei Weisheiten offenbart:

1. Junge Frauen sind eben doch nicht formbar und hören sich langfristig nicht jeden Blödsinn an.

2. Italien ist recht schön.

Weil das so ist und getreu dem Motto: ab dem Gardasee tuts nur halb so weh, bin ich wieder am Schwelgen im vielleicht schönsten Land der Welt. 

Meine Schwiegermutter hat mich vor Jahren auf die Idee gebracht Urlaubslektüre passend zum Urlaubsort zu lesen, um sich einzustimmen. 

Hat se Recht gehabt, hilft. Also les ich seit ein paar Tagen die durchaus unterhaltsame Lektüre über eine gewisse fiktive Messalina und ihre (möglichen) Umtriebe mit Ludovica Sforza, der ja ein alter Bekannter aus Borgia Zeit ist und einem gewissen Leonardo da Vinci – nie gehört. 

                               Via

Nett, kurzweilig, alle 70 Seiten frivol, schön historisch aufgearbeitet, durchaus empfehlenswert

Ansonsten präsentiert sich Mailand am ersten Tag wie folgt:

Naja. 

Ich muss mir wirklich ganz genau überlegen, was mir heute beim ersten Eindruck positiv aufgefallen ist und ich muss sagen, dass fällt mir schwer. 

Touristische Plätze sind überdimensional hektisch und Wahrzeichen extrem aufgeblasen, aber fad und nichtssagend.


Abseits vom Trubel in den sonst so geliebten Seitengassen präsentiert sich Milano dreckig, heruntergekommen, grau und ebenfalls: nichtssagend.


Angry Dolphins kennen wir ja schon aus Rom und eigentlich geben die ein super Motiv her, du musst das Bild aber dermaßen bearbeiten, weil der Brunnen von den Abgasen verdreckt ist, so dass Brunnenbesichtigen schon nen faden Beigeschmack hat. 

Ich hoffe sehr, dass ich einfach müde bin und morgen das große Aha Erlebnis auf mich wartet. 

In diesem Sinne 

Ist das ihr Dom oder kann der weg?

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Summer Club 2015

Die Schnupfennase drück ich mir an den Fensterscheiben platt.

Schaut euch mal dieses fantastische Wetter an – ich hab da gleich Lust auf Sommer.

Weil wir zu zweit daheim sind und uns anschnupfen, können wir zusammen Mad Men Werbeagentur spielen.

Haben wir auch gleich gemacht – und einfach mal alles in Frage gestellt. Sogar die Punkte am Rand.

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Und ne neue Kategorie gegründet – Summer Club!

Tatataaaa… die Webseite und die Shopseite haben ein neues Design. Ich bin ganz hingerissen.

altVorher

neuSommer!!!

Passend dazu hör ich heute – Tipi da spiaggia

Ich denk schon mal an die vielen schönen Sommerfestivals und an die neue Freuleinkollektion!

Mehr Infos dazu gibts wirklich in Kürze – nur soviel: Sommer 2015 zeigt sich themenbezogen.

 Sommerfrische, Champagnerbrise und Fernweh.

Bei meiner Recherche hab ich dieses wunderbare Erklärvideo zum Thema Sommerfrische gefunden. Die alten Bilder sprechen mir so vollkommen aus der Seele und so sehr für sich.

Neben kleinen Fahrten in und um Deutschland durfte damals natürlich auch der Fernweh – Film nicht fehlen.

Wenn du mutig bist, kann du dir Peter Alexander anhören – allerdings muss dir bewusst sein, dass dir Reimpaare bevorstehen, wie etwa:

Mein Herz schläg schon schnella – oh Mortadalla
Gondoliere – habe die Ehre

Letztendlich schließt sich hier der Kreis bei einer wunderbaren italienischen Band, die aktuell Südseemelodien spielt und die ich dieses Jahr auf einem Festival sehen darf.

Passend dazu gibts bei Freulein viel Tiki, viel Hula und viel tropischen Flamingoflair.

Na eine kleine Vorschau gibts schon noch, ich kann mich auch nicht beherrschen.

30 süße Südseeschönheiten – da ist für jedes Freulein eine dabei.

4er combo

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Urlaubsgruss: Verona und ti amo

„Die Welt hört auf, jenseits von unseren Mauern – dort ist die Hölle, Fegefeuer, Qual! Verbannt von hier, heißt aus der Welt verbannt.“ – Romeo über Verona.
So kann gelungenes Stadtmarketing aussehen.

Aber natürlich reicht es auch lediglich aus dem Fenster zu sehen, über Plätze zu gehen und in kleine Gassen zu blicken. Verona ist wunderschön.

Aus unserer fabelhaften Ferienwohnung blicken wir auf die kleine Kirche in der Maria Callas geheiratet hat – muss ich mehr sagen? Hier is überall das gewisse Extra zu finden.
Wer übrigens komfortabel und günstig in VERONA wohnen möchte, sollte sich unbedingt an Pia wenden, sie ist nicht nur wirklich praktisch und zuvorkommend, sie spricht auch hervorragend Deutsch, was vieles erleichtert hat.

IMG_0277.JPGVerona? – Kleine Impression gefällig?

IMG_0262.JPG Arena – heute ist der letzte Tag der Opernsaison

IMG_0263.JPG Piazza delle Erbe

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IMG_0266.JPG Kirchendramatik

IMG_0265.JPG lediglich der Baukran verhundsts.

IMG_0270.JPG Julias Balkon

Und hier ist übrigens alles bestens geregelt!

IMG_0273.JPG Die Verwaltung plädiert aus Ordnung und die Gäste halten sich selbstverständlich daran – auf ihre Art.

Es gibt einen Ort für Kaugummis:

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Für Kaugummis mit Glücksmünzen:

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Für Liebesschlösser:

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Eine Schlange für Liebesbeweise:


IMG_0272.JPG – wer Julias Brust berührt, dem wird bei bislang ungehörten Liebesschwüren geholfen.

Ein Platz für Liebesbekundungen in Pflasterform:

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Einige davon sehr kreativ:

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Und reichlich Liebe….

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Mama Miraculi tischt auf…

Mama Miraculi tischt auf…

Wetter is auch in Italien bescheiden. Die Wolken hängen zwischen den Bergen über dem See rum – am beeindruckendsten fand ich drei gleichzeitig stattfindende nächtliche Gewitter über drei Gipfeln – da wird’s hell überm Lago d‘ Iseo.
Den Kampf mit Kasiopaia haben übrigens wir gewonnen. Hier gibts keine Platz für Monsterspinnen – sie ist aus dem Fenster geflogen. Ich frage mich, ob sie nun außen lauert, um ihren Fenstersturz zu rächen.
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Neben Kämpfen gibts hier nur wenig zu tun. Allerdings gibts genug zu lesen und die meiste Zeit bin ich in Westeros mit den Lennisters unterwegs…
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Oder ich koche. Diese wunderbare Buch hab ich mir mitgenommen:
Limoncello und Lavendelwasser – die vergessenen Schätze der italienischen Küche.
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Ein Sammelsurium an Rezepten, Bildern und Ratschlägen und Sprichwörtern – liebevoll zusammen getragen und in Szene gesetzt.

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– Blühe wo du gepflanzt bist –
Und frei nach diesem Motto hab ich entschieden erstmal in dieser kleinen Appartementküche zu blühen.

Tarte mit Schinken und schwarzen Oliven

Dazu brauchst du:
250 g Blätterteig (auch hierfür gibt es ein Rezept – ich hab’s mir gespart und frischen aus dem Kühlregal gekauft)
3 Eier
50 g Parmesan
250 g flüssige Sahne
150 g gekochten Schinken dünn geschnitten oder geviertelt.
120 g entsteinte Oliven
Pfeffer, sowie Gewürze ( Thymian, Rosmarin, Petersilie, eben was zur Hand ist)

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Backofen auf 180 g vorheizen.
Blätterteig ausrollen. In einer eingefetteten Form auslegen und den Rand hochziehen.
Eier kräftig schlagen, Parmesan, Sahne, Schinken, Oliven und Kräuter dazu.
Mit Pfeffer würzen.
Masse auf den Blätterteig und für 35 Minuten in den Backofen.
Warm oder lauwarm servieren.

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Molto bene! Buon appetito.

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