Bei Mama Miraculi läufst…

…eine Geschichte aus Limone, Riva del Garda und Torbole.

Die Wettervorhersage in der App ändert sich stündlich. Da bleibt immer bisschen spontan die Entscheidung: See, Ausflug oder wuseln im Appartement. Weil aber glücklicherweise das Wetter ebenso spontan entscheidet, ob die Wolken zwischen den Bergen hängen bleiben, war heute alles drin. 

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die App die Sonne oder die Sonne die App beeinflusst. Aber irgendwie hat das was mit den Chemtrails zu tun. So Aluhut auf und Blog geschrieben.

Während Limone im Zitronenrausch ist, hab ich mich heute für Ananas entschieden, frei nach dem Motto: ihr seid das Imperium und wir sind die Rebellen. 


Dann auf nach Riva. Erstmal die Kirchen und die Beichtstühle inspiziert. Und weil die Frage kommen wird, vorweg genommen: nein, keine Kerze gestiftet, hat mich kein Heiliger angesprochen. 


Alles weltliche angesehen, sehr nett. Nett, nicht bewegend. Ja, ein hartes Urteil.  

Torbole – es gibt nur ein Bild. Den Rest könnt ihr euch denken. 

Wenn du kein Windsurfer oder Mountainbiker oder Biker bist, hast du dort nix verloren. Außer du bist auf der Suche nach einem Coop – also einem italienischen Aldi, dann bist du doch richtig. Hatte nen Kaufrausch und wie das in meiner Familie üblich ist, könnten jetzt spontan mongolische Horden zu Besuch einfallen, später wird sich keiner beschweren können, dass er nicht satt wurde. 

Wetterappaffin sind wir dann heimgefahren – hatte recht, es hat bei 27 Grad getröpfelt. Gut so, es gibt nämlich nicht unbedingt immer die richtige Kleidung und ein bisschen aus Zucker bin ich schon. Außerdem musste das Gelage für Attila und Konsorten vorbereitet werden. 

 

Hab mich darauf beschränkt nur zwei meiner Lieblingskochbücher mitzunehmen. Eins kennst du schon aus einem vorherigen Eintrag aus Riva di Solto vor drei Jahren, das vegetarische Italien ist neu und empfehlenswert. 

Zum Kochen gehört für mich: Zeit, vielleicht ein Ramazotti sauer auf Eis, Musik (gerade: Via con me) und richtig gute Laune. Meist kommt die von selbst (oder vom Ramazotti), es hilft aber auch ein schöner Küchenfensterausblick, akribisch gehortete Käsereiben oder der Geruch von frischen Zutaten. 


Auberginenauflauf (ich bin zu faul das Rezept anzuschreiben, ich hab es dir fotografiert, falls du das dringende Bedürfnis verspürst es nach zu kochen), Pilzlasagne (ist eher spontan aus frischen Lasagneplatten, Pilzen, Knoblauch, Zwiebeln und Ricotta entstanden), sowie klassischer Brotsalat. 

Breitengradbedingt hat sich ein römisches Heer sattgegessen und schwelgt vermutlich noch 2 Tage dran. Alles richtig gemacht, schmatzt mein Zukunfts-Ich zufrieden. 

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Wider dem Montagsblues 

5 Dinge, die deinen Montagsblues schmälern. 

Hier sind meine. Oder kurz gesagt – ein Grund:

Ganz klar Urlaub, der wischt den Blues weg. Um so schöner Urlaub im geliebten Italien. 

Ob jetzt der Gardasee Italien ist oder eine deutsche Kolonie, darüber lässt sich streiten. Irritiert war ich schon, als beim Zahlen im Laden auf deutsch kassiert wurde. Man spricht deutsch! Leider: das bringt so Stilblüten mit sich wie: „Papa, ich will so nen Schbinna, son’n Fidschidschbinna.

 Ich hatte auch gleich ein bisschen Angst, dass Gerhard Polt mit nem Augustiner aus dem Spar kommt. 

Dafür wohnen wir zumindest italienisch – also ein bisschen im unkontrollierten und auf den ersten Blick zusammenhangslosen Dekorausch unserer Airbnb Hosts. 

 




Liebe steckt halt immer in Details und davon gibt’s hier reichlich.

 

Nicht nur in der Wohnung, sondern auch in den Häuserecken und jeder sich bietenden Nische, aber das wissen wir Italien- und IkonenliebhaberInnen ja. 


Mit dem richtigen Filter wird dann auch aus dem bewölkten Limone eine sonnige Erinnerung und alles ist wieder gut. Vor allem der Hauswein, der ist recht gut.


In diesem Sinne: piacere. Muss los, gleich ist blaue Stunde und damit meine ich tatsächlich die Zeit schöne Fotos zu schießen. 

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VintageFreitag

Ich hab von meiner ehemaligen Arbeitskollegin und Freundin Katrin dieses hinreißende Set, bestehend aus Aschenbecher und Eiskübel, gerettet aus dem Partykeller ihrer verstorbenen Oma, geschenkt bekommen. 

Es wird ein ehrenvollen und gebührenden Platz erhalten. 

Der Umstand dieses unverhofften Geschenks hat mich dazu gebracht über Katrins Oma nachzudenken. 

Vorallem zwei Dinge sind mir ganz präsent. 

Wir waren schon lange oder gerade eben aus dem elterlichen Wohngemeinschaften ausgezogen und durften in der urlaubsbedingten Abwesenheit von Katrin Eltern Pool und Laube nutzen. Nur eine Sache hatten die Eltern daheim gelassen: die Oma. 

Um zum Sommerdomizil zu gelangen musste man durch Omas Wohnung, so hatte sie uns – Anfang 20/Mitte 20 – und unsere lässige Gartenparty voll im Blick. Ich bin zu extremer Höflichkeit erzogen, trotzdem glaub ich, fand mich die Oma ziemlich schräg. 

Rückblickend und gerade auf dieses Poolbild blickend mit Brautschleier im Haar wundert mich das eigentlich auch nicht mehr sonderlich. 

Der zweite bleibende Gedanke an die Oma blitzt tatsächlich jedes Mal auf, wenn jemand stirbt. 

Katrins Oma pflegte zu sagen: Wenn einer stirbt, nimmt er zwei mit. 

Zu ihren Lebzeiten und zum damaligen Zeitpunkt durchaus abergläubisch angehaucht, haben wir dann scharf beobachtet, welche Todesfälle sich – mehr oder minder zufällig – zur gleichen Zeit ereignen. 

Weniger durch solche Zufälle überrascht – weil gestorben wird halt immer – geht mir dieser Satz dennoch jedesmal wir eine mantrische Prophezeiung durch den Kopf. 

Richtig schön find ich allerdings den Gedanken, dass wir alle Spuren in anderen Hirnen hinterlassen und darum geht’s ja auch. Katrins Oma hat jetzt auch eine Spur in meiner schrägen Wohnung hinterlassen, damit hätte sie sicher nicht gerechnet. 

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Wider dem Montagsblues 

Heute ganz kurz und knackig. 

Bildung in schöner Atmosphäre und gleichgesinnter Gesellschaft genießen – definitiv Gründe gegen den Montagsblues.

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Wider dem Montagsblues

Ach ja, eigentlich ist der Montag nur halb so schlimm, wenn man sich ihn schön macht. 5 Dinge, die meinen Montag bereichert haben. 

1.Himbeerzucker

300g Zucker

Mark einer Vanilleschote

100 g Himbeeren

Angeriebene Schale einer Zitrone

Himbeeren pürieren, restliche Zutaten vermengen, auf Backpapier auslegen, ca. 5 Stunden bei 50 Grad und leicht geöffneter Backofentür trocknen lassen. 

Zwischenzeitlich festwerdenden Zucker zerkrümeln. 

In Gläser füllen. Fertig. 

Zugegeben, ich habs nur gemacht, weil ich pinken Zucker wollte. 

2. Über alte Bilder lachen. 

Foto aus dem Freizeitpark Thurn – Westernstadt. Vater, Tante, Cousin und ich. Muss 1987 gewesen sein, also schlappe 30 Jahre her. Wir haben wirklich nie, nie, nie so aufregende und funky Events wie Fotoshootings in Freizeitparks gemacht, ich weiß gar nicht, warum ausgerechnet das entstanden ist. Aber immer wenn ich es sehe, muss ich herzhaft lachen. Es hängt übrigens im Gang meiner Tante und sie hat es mir netterweise abfotografiert und zukommen lassen. 

3. Das Balkon-Entspannungs-Eldorado ist fertig. Der bestellte Schaumstoff ist geliefert worden, so dass ich die Bezüge nähen konnte. Ein herrliches Nest.

4. Die Sammelbestellung von Emma sind da. Unter diesem Motto tragen wir gern das selbe Outfit.


5. … und der Rest des Abends gehört den Büchern. 

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