VintageFreitag

VintageFreitag

Nachtrag zu letzter Woche: 

Ich war auf dem RockabillyRave in England und im totalen Shopping-Musik-Feierfieber, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Das Ganze ist ein in sich geschlossenes Universum, mit eigenem Fernsehkanal, Verhaltens- und Umgangsregeln. Ein Ort an dem die totale Suchtbefriedrigung zelebriert wird. Ähnlich wie man sich einen Aufhalt in der Betty Ford Klink vorstellen darf, nur anders herum – positiv bewertet. Übrigens jede Art von Sucht: Kaufexzesse, Profilierungssucht und Hedonismus, Musikrausch und über den allgemeinen Alkoholkonsum möchte ich gar nichts erwähnen. Nur soviel: in den Morgenstunden sieht das Festivalgelände, wie nach einer Silvesterfeier am Roten Platz aus. 

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Die vier Vintageschätze (okay, die Schuhe sind Reproduktion von Rockets Originals) sind es dann geworden. 

Die rote, sowie die rosa Tasche und die Schuhe standen auf dem Must Have Einkaufszettel. Die braune Tasche war dann Liebe und ich kam nicht daran vorbei. 

Trotz 10 Stunden Hin- und 12 Stunden Rückfahrt: 94 Stunden eine andere Welt. 

Eine schöne Welt. Ich kanns nur jeden Empfehlen.

Sonne

Konzerte

Lebensqualität 

0

VintageFreitag

Es ist ja ohnehin kein Geheimnis, also bringen wir es auf den Punkt: ich hab einen Handtaschenfetisch. 

Besonders angetan haben es mir Korbtaschen der 50er und 60er Jahre. 

Sie füllen Regale und dürfen regelmäßig an die Luft – wirklich jede. Ich verteile meine Liebe gerecht. 

Hin und wieder braucht eine aber ganz spezielle Aufmerksamkeit und Pflege und um die soll es heute gehen.

Ich hab sie vor ca. zwei Jahren ersteigert und ihr Zustand könnte als gut, aber mit Makel im Detail beschrieben werden. Bisher hat die mir treue Dienste geleistet bei Besuchen im Bad oder am Strand.

Sie hält was aus und ist geräumig, jedoch leiden ihre Garnverzierungen – und das ist, was sie eigentlich so einzigartig ausmacht – unter den Jahren. Wolle hält halt nicht zwangsläufig 50 Jahre. 

Der gesamte Austausch hat insgesamt 5 Stunden gedauert und war den Aufwand wirklich wert. 

Zustand vorher:



Material und Vorgang:


Merinowolle in dunkelblau und petrol, Schere, Nadel, später kam noch eine Pinzette hinzu.


Und dann Faden für Faden ersetzen. 

Ergebnis: zauberhaft 




Ja, so bekommt man auch seinen Tag rum, wenn man viel Liebe zu geben hat. 

0

VintageFreitag

Altes Zeug in Mailand gefunden… z.B. die offensichtlich genderabhängige Einstellung zum Verhüllen im Dom. 

Ja, wenn man in Kirchen geht, sollte man das nicht im Bikini tun, aber etwas seltsam finde ich die doppelmoralische Auffassung schon. 

Die Herren der Schöpfung laufen mit kurzen Hosen, Klettverschlussfestgezurrten Peeptoe-Wandersandaletten, TShirts mit fast schon obszönen PinUp Motiven oder grenzwertigen Sprüchen ein. 

Die Damen dürfen sich ein züchtiges Bedeck-Cape im unschuldigen 100-Mark-Schein-blau zu legen, übrigens – Modestadt Milano lässt sich nicht lumpen – mit Gürtelchen, um es wahlweise um ihre Hüften oder Schultern zu winden. 

Trotz meiner sorgfältigen Auswahl an Kleidung an diesem Tag, fiel auch ich – vorallem mein imposanter Rückenausschnitt – dem Türsteher zum Opfer. Ohne Jacke – keine Absolution. Weil wir aber schon 1 Stunde für die Karten angestanden sind, sind wir dann erstmal auf den Dom. 

Auf dem Dom wars aber auch ganz schön – hier: ich noch ganz züchtig kurz vorm Wet-Weihwasser-Contest.


Im Dom dann vor allem: viel los.


Nach Rom kickt mich ja nix mehr an überdimensionaler Angeberei in Kirchen, da schmunzel ich nur milde. Nice Try, Duomo! 

Damit ich aber doch noch versöhnt Richtung „wildestes Moscow Mule“ Feierabend- Experiment starten konnte, haben wir noch zwei kleine Kirchen besucht. 

Genau so mag ich das: klein und hysterisch, wenn dich das magische Wunschdenken schon beim Betreten der Kirche schier umhaut. 

Basilica di Santo Stefano – hab mich im Heilgenrausch dazu hinreißen lassen eine Kerze zu entzünden. 



Und natürlich Chiesa di San Bernadino alle Ossa 


Beschwingt und voller neuer Eindrücke haben wir am Abend die vermutlich schönste Bar der Welt gefunden. Zu alkoholischen Getränken wird in Italien selbst in der kleinsten Kaschemme pflichtschuldig Essen gereicht. Das können mal Chips sein, mal Oliven oder aber auch ganz aufwendige Antipasti. Stuzzichini eben und ich finde das Wort spricht für sich. 

In Mom Cafe – Viale Monte Nero 51 – falls da mal einer hin muss, um den Eintrag auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen, gibt’s ein riesiges wirklich aufwendiges und liebevoll arrangiertes Buffet, an dem sich alle kostenfrei bedienen können. Beeindruckend ist, dass es niemand mit der Völlerei übertreibt. Die Leute kommen nach ihrem Tagewerk zusammen, Trinken, Essen, Reden und verschwinden wieder. Ein reges Kommen und Gehen und vermutlich leider nicht analog in Deutschland umsetzbar ohne entsprechende Freibierg’sichter.

Der Besitzer hat wirklich einen zufriedenen und entspannten Eindruck gemacht, außerdem hatte er genügend Zeit einen ziemlich abgedrehten MoscowMule zu kreieren. 

Wodka, Ginger Beer, Eis, Limetten, Gurke, Ingwerscheibe, Chillischote. 

Durchaus empfehlenswert, also ganz Mailand.  Aber vergesst euer Anstandsjäckchen nicht. 

0

Baby is back

Und damit meine ich nicht mich, sondern Lutz, den Opel, der letztes Jahr so schwer am Heck verwundet wurde und die volle Aufmerksamkeit eines – wie sagt man fränkisch so schön –  „Blechbatschers“ brauchte. 

Jetzt fahren wir wieder. Ich ihn oder er mich, so genau hab ich über unsere Beziehung noch nicht nachgedacht. 

Wir sind schon wieder seit über 3 Wochen unterwegs und es hat sich etwas verändert. Unsere Beziehung ist reifer geworden, ausgewogen, verlässlicher. 

Kein Gezicke mehr beim Anlassen, kein kilometerweites vorausschauendes Fahren Dank utopisch weiter Bremswege, weil er die Gefahr liebt. Er ist solide geworden, treuer, vielleicht auch etwas dankbarer. 

Und ich habs ihm auf meine Weise gedankt und ihn sehr ordentlich geputzt, gut zugeredet, am Heck gestreichelt, er hat einen neuen Werkzeugkoffer bekommen,… 

und jetzt freu ich mich auf den Sommer mit ihm. 

Was natürlich auch zu einem ordentlichen VintageFreitag gehört, sind die neuen Errungenschaften, diesmal in Form eines Geschenks. 

Danke an dieser Stelle dem Gönner dieser – im wahrsten Sinne des Wortes – fabelhaften Soundsysteme. 

 

Sollte ich es jemals schaffen sie wieder zum Laufen zu bringen, versprechen sie jedenfalls überraschende Momente (spannend hier das Tonband:Schmarrn) und melodiöse und überaus passende Neuerfahrung (Platte: Fräulein, darf ich bitten).


Ja, Baby is back!

0

How to Schneekugel – Teil 2

1Du brauchst:

Flamingo (z. B. über Schleich)

künstliches Moos

künstliche Pflanzen, z. B. Pilze, Beeren, Eicheln und Tannenzweige

Schnüre

Kunstschnee

Plasitkkugel

Heißklebepistole

 

Los gehts mit dem festkleben deiner Utensielien.

2Wobei du erst den Flamingo klebst, dann den Standfuss mit dem Moos und den Beeren überdeckst.

Beide Kugelhälften müssen getrennt befüllt werden.

3Schließlich schneisst du noch eine handvoll Schnee in eine Hälfte und verankerst beide fest zu einer Gesamtkugel.

4Das geht natürlich auch mit anderen Tieren.

5

Genießt euren zweiten Advent.

 

 

0