Wider dem Montagsblues

5 Dinge die heute glücklich machen, du bist eingeladen mitzumachen.

Seit gestern bin ich in Genua, um ehrlich zu sein, fällt es mir nicht schwer bei Sonne und Strand glücklich zu sein. Es ist so einfach. 

1. Der Ausblick um 7 Uhr morgens am noch leeren Strand. Lediglich Fischer gehen ihrer Arbeit nach und die ersten Kreuzfahrtschiffe – nicht zu verwechseln mit Kreuzfahrer – erreichen den Hafen. 


2. Das Cafe eröffnet: der erste Cappuccino um 7:30 Uhr. Eine italienische Rentnerclique bestehend aus Silberrücken und Golden Girls entert den Strand lautstark. Besonders gefällt mir Paolo, ich denke er hat die Synchromstimme des Paten gesprochen. Jeder einzelne der Gruppe wird so herzlich begrüßte, dass man meinen könnte, es war gestern gar nicht so sicher, ob er heute noch auftaucht.

Später werde ich von Möwengekreische erwachen und etwas Zeit brauchen zu verstehen, dass es gar keine Möwen, sondern das Hyänenlachen der Golden Girls ist, die aus einem roten Samttäschchen einen überdimensional großen Dildo zaubern und rumgehen lassen. 

Leider kann ich aufgrund der Sprachbarrieren hierzu keine weitern detaillierten Auskünfte über diese denkwürdige und bizarre Situation geben. 

3. Lifehacks des Sommers: 

a) Vorausschauend PET Wasserflasche halb gefüllt liegend einfrieren, auffüllen und ziemlich lang kühles Wasser haben. Geht übrigens auch als Weinschorle, hat aber zwangsläufig dem Harald Junhke Effekt und eignet sich daher eher für die Nachmittagsstunden. 

b) Sprühflasche mit Rosenwasser füllen, um die Haut zwischenzeitlich angenehm zu kühlen. 

c) Schwarzer Biografie lesen – ich muss sagen, die liegt jetzt seit 2 Jahren eingeschweißt im Regal und ich gab die eigentlich aus Verlegenheit mitgenommen, falls die Literatur ausgeht. Mittlerweile bin ich so gefesselt und kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Es ist nicht nur amüsant, ehrlich, treffend und mit einem liebevollen selbstkritischen Blick geschrieben, sonder äußerst informativ und trotz wandelndem Frauenbild hochgradig aktuell. 

4. Ich hab das dringende Bedürfnis meinen Geldbeutel in den Supermarkt zu werfen und Oliva die Kassierin anzuschreien: Hier nimm alles, aber bau mir den gleichen in Deutschland nebenan. 


Es gibt wirklich alles was ich brauche! Alles!

5. Flanieren. Was für ein schöner Zeitvertreib.

Hab übrigens meine neue Berufung gefunden. Diese wunderschöne brachliegende Terasse mit angrenzendem zerfallenem Hotel. Mach hier eine Pension für betuchte Rentner auf die auf ihr Kreuzfahrtschiff warten. 

Als aufmerksamer Blogleser kennst du das ja schon, ich überleg schon wieder hier zu bleiben. 

Tendiere grade zu Casa Dolce Vita könnte aber auch spontan Pension Erika werden. Jedenfalls bräuchte es jemanden, der mit mir das Ding herrichtet. Freiwillige vor! Und wenn du schon kommst, bring doch bitte für Sonntag, Brezen, Obazder, Radieschensalat und Rettich mit. Ein Frühschoppen wäre grad recht, das fehlt hier etwas. 

Dafür winkt dieser Ausblick und da könnte man jetzt echt nicht klagen. 

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