Archiv September 2014

Urlaubsgruss: Verona und ti amo

„Die Welt hört auf, jenseits von unseren Mauern – dort ist die Hölle, Fegefeuer, Qual! Verbannt von hier, heißt aus der Welt verbannt.“ – Romeo über Verona.
So kann gelungenes Stadtmarketing aussehen.

Aber natürlich reicht es auch lediglich aus dem Fenster zu sehen, über Plätze zu gehen und in kleine Gassen zu blicken. Verona ist wunderschön.

Aus unserer fabelhaften Ferienwohnung blicken wir auf die kleine Kirche in der Maria Callas geheiratet hat – muss ich mehr sagen? Hier is überall das gewisse Extra zu finden.
Wer übrigens komfortabel und günstig in VERONA wohnen möchte, sollte sich unbedingt an Pia wenden, sie ist nicht nur wirklich praktisch und zuvorkommend, sie spricht auch hervorragend Deutsch, was vieles erleichtert hat.

IMG_0277.JPGVerona? – Kleine Impression gefällig?

IMG_0262.JPG Arena – heute ist der letzte Tag der Opernsaison

IMG_0263.JPG Piazza delle Erbe

IMG_0267.JPG

IMG_0266.JPG Kirchendramatik

IMG_0265.JPG lediglich der Baukran verhundsts.

IMG_0270.JPG Julias Balkon

Und hier ist übrigens alles bestens geregelt!

IMG_0273.JPG Die Verwaltung plädiert aus Ordnung und die Gäste halten sich selbstverständlich daran – auf ihre Art.

Es gibt einen Ort für Kaugummis:

IMG_0271.JPG

Für Kaugummis mit Glücksmünzen:

IMG_0268.JPG

Für Liebesschlösser:

IMG_0269.JPG

Eine Schlange für Liebesbeweise:


IMG_0272.JPG – wer Julias Brust berührt, dem wird bei bislang ungehörten Liebesschwüren geholfen.

Ein Platz für Liebesbekundungen in Pflasterform:

IMG_0275.JPG

Einige davon sehr kreativ:

IMG_0276.JPG

Und reichlich Liebe….

IMG_0274.JPG

0
Mama Miraculi tischt auf…

Mama Miraculi tischt auf…

Wetter is auch in Italien bescheiden. Die Wolken hängen zwischen den Bergen über dem See rum – am beeindruckendsten fand ich drei gleichzeitig stattfindende nächtliche Gewitter über drei Gipfeln – da wird’s hell überm Lago d‘ Iseo.
Den Kampf mit Kasiopaia haben übrigens wir gewonnen. Hier gibts keine Platz für Monsterspinnen – sie ist aus dem Fenster geflogen. Ich frage mich, ob sie nun außen lauert, um ihren Fenstersturz zu rächen.
IMG_0252.JPG
Neben Kämpfen gibts hier nur wenig zu tun. Allerdings gibts genug zu lesen und die meiste Zeit bin ich in Westeros mit den Lennisters unterwegs…
IMG_0247.JPG
Oder ich koche. Diese wunderbare Buch hab ich mir mitgenommen:
Limoncello und Lavendelwasser – die vergessenen Schätze der italienischen Küche.
IMG_0248.JPG
Ein Sammelsurium an Rezepten, Bildern und Ratschlägen und Sprichwörtern – liebevoll zusammen getragen und in Szene gesetzt.

IMG_0249.JPG

IMG_0250.JPG
– Blühe wo du gepflanzt bist –
Und frei nach diesem Motto hab ich entschieden erstmal in dieser kleinen Appartementküche zu blühen.

Tarte mit Schinken und schwarzen Oliven

Dazu brauchst du:
250 g Blätterteig (auch hierfür gibt es ein Rezept – ich hab’s mir gespart und frischen aus dem Kühlregal gekauft)
3 Eier
50 g Parmesan
250 g flüssige Sahne
150 g gekochten Schinken dünn geschnitten oder geviertelt.
120 g entsteinte Oliven
Pfeffer, sowie Gewürze ( Thymian, Rosmarin, Petersilie, eben was zur Hand ist)

IMG_0260.JPG
Backofen auf 180 g vorheizen.
Blätterteig ausrollen. In einer eingefetteten Form auslegen und den Rand hochziehen.
Eier kräftig schlagen, Parmesan, Sahne, Schinken, Oliven und Kräuter dazu.
Mit Pfeffer würzen.
Masse auf den Blätterteig und für 35 Minuten in den Backofen.
Warm oder lauwarm servieren.

IMG_0259.JPG
Molto bene! Buon appetito.

0

Urlaubsgruss statt Montagsblues

Es gibt nix zu jammern: heute war ein ganz wunderbarer Montag.
5 Gründe keine Montagsblues zu schieben…

1.Ich wohn jetzt hier – im gestreiften Haus. Ich mag’s sehr.

IMG_0235.JPG
2. Wenn ich aus dem Fenster sehe, überwältigt mich der Anblick.
morgens:

IMG_0241.JPG
…und abends:

IMG_0238.JPG
3.Ich blog aus dem Garten. Ich hab überlegt: Vielleicht komm ich nicht mehr zurück.
a) Riva di Solto is wirklich wirklich schön…ruhig. Ich wusste nicht, dass mir das so gefehlt hat.
b) es gibt zwei Restaurants, zwei Tante Emma Läden, eine Bar (gloreicherweise unter unserer Wohnung) , einen Metzger, eine Schule, eine Apotheke und einen Arzt, eine Kirche und eine Eisdiele, aber keinen Freuleinladen – naja, hier würde eher Kuchen fehlen: den könnte ja ich machen.
c) mein Garten braucht mich. Ich „putz“ hier schon die Blumen aus und pflege meine Tiere. Ich habe eine Monsterspinne, die ich psychologisch betreuen muss, nachdem ich ihr Nest zerstört habe (ja, ihr Nest – nicht ihr Netz. Das Viech ist samt Beine ca 15 cm im Durchmesser – „Kontrolletie“ (dazu später mehr) meint übrigens: eher 20 cm – wie auch immer: Kasiopaia ist riesig und ein bisschen Angst hab ich schon von ihr), ich habe zwei Erdwespen – Benny und Jenny- eine davon hat versucht mich sogar zu okkupieren und wollte in mein Ohr kriechen.

IMG_0246.JPG
Mein Entenrudel braucht ihre Ration „täglich Brot“.
d) ein bisschen „Kontrolletie“ darf hier jeder…

IMG_0233.JPG
heute hab ich heißeres hysterisches Geschrei vom See vernommen – ich hatte mich schon mental für meinen „Baywatch“-Einsatz gewappnet und „rannte“ die zwei Meter zum See. Glücklicherweise passiert hier ja nix: Zwei italienische Bengel im Schlauchboot hatten lediglich ihr Padel verloren uuuuuuuund wieder bekommen.
Ich hab sie dann strafend angeschaut – sie haben gewunken ( fand ich wieder gut ).
Ich hab sicherheitshalber 1000 Bilder vom Blumen und Gebiergssee gemacht, dass ihr verstehen könnt, weshalb ich nicht mehr zurück kommen kann.

IMG_0234.JPG

IMG_0236.JPG

IMG_0242.JPG

IMG_0243.JPG

IMG_0244.JPG

IMG_0245.JPG
4. Auf dem dörflichen Gemeinschaftsparkplatz steht noch EIN anderes deutsches Auto – Kennzeichen: Stuttgart. Der „Kontrolletie“ – eine großartige Wortschöpfung meines Geliebten – mit der er seine Sicherheits-und Aufpasserambitionen wunderbar zusammenfasst, hat das Ehepaar auch schon erfasst. Beim abendlichen verweilen an der Bar haben wir vier das „Deutsche im Ausland“-Klischee erfüllt: wir haben und schlichtweg ignoriert. Großen (stillen) Respekt hab ich ihnen gezollt, als sie (übrigens beide um die 60) ihre Flasche Wein mitgenommen haben- ich geh davon aus: die hatten noch nen Plan. Übrigens gibts ein ganz tolles Wort dafür. Laut Verona – Reiseführer heißt dass: „ombretta“ – kleiner Schatten…. Und meint: einen leichten Wein, den man auf den Tag verteilt trinkt. Man ist nie richtig betrunken und nie richtig nüchtern. Gratulation Schwaben, alles richtig gemacht ihr seid eben „italiano-vero“.

IMG_0240-0.JPG quasi immer ein bisschen blaue Stunde.
5. Apropos Vokabeln…Die ItalienischBücher liegen rum, sowie ich auch. Gefühlt wird mein italienisch nicht besser- aber Eile mit Weile. Bisschen südländisches Lebensgefühl sollte ich mir auf den Fall mitnehmen. Heute hat das italienische immerhin für 300 g Rinderhackfleisch und frische Lasagneplatten gereicht. Mit frischen Tomaten, Zucchini und Knoblauch hat es geschmeckt, als hätten wir nie etwas anderes gemacht.

IMG_0232-0.JPG Man darf uns Mama Miracoli nennen – uns beide!

0