Projekt 365 – 25. Oktober

25. Oktober – in Franken zählen wir keine Kalorien…*hust*

Kennst du noch diesen 90er Jahre Aufkleber??Käse via

Dieser total dämliche Spruch (inkl. auf angeschnittenen Käserädern radelnder (???) Maus) hat sich so tief in mein Hirn gebrannt, dass ich sehr sehr sehr oft beim Einkaufen dran denken muss, eigentlich wenn ich mich nur in der Nähe der Käsetheke rumtreibe – wie gut, dass es sonst nicht so oft vorkommt.

Käse mag ich gerne – viel lieber als Wurst. Ich bin kein Vegetarier – eher sehr weit davon weg. Aber Käse is einfach besser als Wurst auf dem Brot – zumindest für mich.

Ich liebe Obazder – für meine Leserinnen fern von fränkisch/bayerischer Essenskultur ist die Käsemantschphilosophie wahrscheinlich ein befremdliches Lesethema – aber hier südlich des Weißwurstäquators ist es ein mögliches Streitthema.

Zu weich und flüssig, zu deftig, zu gelb, zu stinkig, zu fad, zu buttrig… Obazda, Obazder, Obatzder … Selbst in der Schreibweise liegt schon Kampfpotential. (Microsoft Word kennt das übrigens alles nicht und betont alle Variationen souverän mit einer roten Welle als unbekannt- Seltsam, denn Weißwurstäquator stellte da kein Problem dar.)

Nun bin ich selbst unter die ambitionierten Obazder-Stylish-Fooddesigner gegangen und hab zur Biergartenzeit (*gähn* den Eintrag wollte ich eigentlich schon im Juli/August schreiben, sorry…) mal ein bisschen rumprobiert – herausgekommen ist folgendes Rezept, dass auch im Winter (*Bogenschlag*) gut funktioniert:

Obazder für bis zu 100 Leute mit 1.000.000 Kalorien

(Tipp: Pack rein, was de willst! Aber ess nicht alles auf einmal, der hebt sich ja im Kühlschrank ein paar Tage – hört man sagen.)

Kauf Laugenstangen oder frisches dunkles Bauernbrot…mach dir ein (dunkles) Bier auf und trink nen tiefen Schluck – es geht los!

Im bestem Fall hast du daheim:

1 Zwiebel (schneid sie – ganz drin is blöd)

Paprika

Kümmel

Salz und Pfeffer

Kauf außerdem:

Butter

Camembert

Romadur

Limburger

und noch mindestens zwei Weichkäsesorten die dich optisch ansprechen.

Mantsch die diversen Milchprodukte mit der Gabel klein und bring deine Gewürze an.

Gib was von deinem Bier ab – es geht um die Konsistenz: Nicht zu weich, nicht zu fest – du machst das schon.

Wenn du Zeit und Geduld mitbringst wartest du noch 2 bis 24 Stunden, bevor du dein Brot/Brez´n darin surfst.

Lass es dir schmecken.

Ach und apropos verpasst Blogeinträge: Dinge, die ich euch noch erzählen wollte und Mäuschen und Käse:

IMG_0192Der Lieblingsmann hat diesen herumirrenden Mäuseteenager hinter dem Schrank mit einem Ikea Plexiglaseinsatz in der alten Fallenstellweise gefangen.

(Vielleicht sollte freulein, während freulein im Biergarten ist auch nicht die Balkontür sperrangelweit offen stehen lassen.)

Tiefen Respekt für den Jägereinsatz.

Als großer Menschen- und Mäusefreund hat er den Zwerg auch nicht kaltherzig umgebracht, sondern ihn (etwas viiiiiiiel weiter weg) frei gelassen.

Tja, so bekommt jeder seine zweit Chance. Hoffentlich hatte der Halbstarke auch einen guten Sommer.

 

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